Änderungen für drei Millionen Pflegebedürftige – die Vorbereitungen sind im Plan

Anfang des kommenden Jahres tritt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in Kraft. Damit wird der notwendige Paradigmenwechsel in der Pflegeversicherung vollzogen. Durch die umfassende Berücksichtigung von körperlichen und psychischen/kognitiven Beeinträchtigungen werden die Belange von 1,6 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung erstmals gleichberechtigt berücksichtigt. „Mit der Umstellung wird das System gerechter, denn künftig richtet sich die Leistungshöhe der Pflegeversicherung danach, was ein Pflegebedürftiger tatsächlich noch selber kann und was nicht“, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes. „Alle Versicherten, die am 31. Dezember 2016 bereits Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, werden am 1. Januar 2017 ohne neue Antragstellung und ohne erneute Begutachtung aus den bisherigen Pflegestufen in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Niemand wird durch die Umstellung schlechter gestellt. Die Pflegekassen werden sich ab Mitte Oktober bis Dezember bei jedem Einzelnen schriftlich melden und ihn über seinen künftigen Pflegegrad informieren.“ Ab dem 1. Januar 2017 orientiert sich die Pflegebedürftigkeit nicht mehr an einem in Minuten gemessenen Hilfebedarf, sondern ausschließlich daran, wie stark die Selbstständigkeit beziehungsweise die Fähigkeiten eines Menschen bei der Bewältigung seines Alltags beeinträchtigt sind und er deshalb der Hilfe durch andere bedarf. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Selbstständigkeit aufgrund von körperlichen oder psychischen Einschränkungen beeinträchtigt ist und welche Hilfeleistungen tatsächlich erbracht werden. Zu bewerten ist allein, ob die Person die jeweilige Aktivität praktisch durchführen kann. Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, betont: „Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs findet eine grundlegende Änderung der Pflegebegutachtung statt. Ab Januar 2017 wird mit dem „Neuen Begutachtungsassessment“ bei den Medizinischen Diensten ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt. Der zentrale Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, dass die verschiedenen Dimensionen der Pflegebedürftigkeit im Pflegegrad umfassend berücksichtigt werden. Insbesondere Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen werden besser eingestuft. Sie erhalten nun einen leichteren Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung.“ Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK: „Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird zum 1. Januar 2017 Realität. Endlich bekommen demenziell erkrankte Menschen, die körperlich noch fit sind, aber ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können, die notwendigen Hilfen. Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff haben wir einen Paradigmenwechsel in der Pflege. Wichtig ist, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Verbesserungen ab 2017 auch spüren. Die Hilfsangebote und die Unterstützung müssen bei den Betroffenen auch ankommen. Dazu gehört vor allem, dass sie gut informiert werden. Daher brauchen wir in der Zukunft eine zentrale Anlaufstelle für die Pflegeberatung und keinen Flickenteppich aus verschiedenen Beratungsangeboten. Diese Anlaufstelle sollte nach unserer Auffassung ein fachlich umfassend besetzter Pflegestützpunkt sein“. Zahl der Leistungsberechtigten steigt durch Pflegereform Bei der Überleitung von den alten Pflegestufen zu den neuen Pflegegraden gilt der Grundsatz, dass Pflegebedürftige mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen anstelle der bisherigen Pflegestufe den nächsthöheren Pflegegrad erhalten. Pflegebedürftige, bei denen eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde, werden zwei Pflegegrade höher eingestuft. Zu den bisherigen drei Millionen Empfängern von Leistungen der Pflegeversicherung kommen rund 200.000 Personen hinzu, die im kommenden Jahr allein durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zusätzlich einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben werden. Das Bundeministerium für Gesundheit geht mittelfristig von bis zu 500.000 Personen aus. Hier wird augenfällig, dass der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff den tatsächlichen Unterstützungsbedarfen der Pflegebedürftigen besser entspricht. Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes

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Pfleg auch Dich! – Erste Fachtagung der Knappschaft-Bahn-See zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement trifft auf große Resonanz

Mehr als 50 Interessierte aus der Pflegebranche sind am Dienstag der Einladung zur Fachtagung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) gefolgt, um mehr über das Angebot für Firmen zu erfahren. Die Tagung im Klinikum Vest in Recklinghausen war die Erste ihrer Art. Der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung sieht vor, Arbeitgeber dabei zu unterstützen, die Gesundheit und die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu stärken und zu erhalten. Sie setzt dabei auch auf die bei der KBS schon lange erprobte Zusammenarbeit von Renten- und Krankenversicherung. Das knapp sechsstündige, abwechslungsreiche Programm mit spannenden Referenten und einer Fachausstellung bot die Möglichkeit, sich mit Präventionsangeboten zugunsten der Mitarbeitergesundheit auseinanderzusetzen. Highlights waren vor allem die Vorträge der eingeladenen Referenten, ebenfalls aus dem Tätigkeitsbereich der Pflege. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und haben bereits erkannt, dass ein zufriedener Mitarbeiter langfristig ein gesünderer Mitarbeiter ist. Hier gewährten sie dem nordrhein-westfälischen Publikum einen sehr offenen Einblick in ihre Konzepte. Pressemitteilung der Knappschaft

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Nesselsucht: Wie Hunderte Mückenstiche

Bei Nesselsucht bilden sich plötzlich stark juckende Quaddeln auf der Haut. Verschwindet das Leiden nicht nach wenigen Wochen, sollten Betroffene beginnen, ein Tagebuch zu führen – das hilft, den Auslöser zu finden. … lesen Sie weiter! Quelle: : http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/nesselsucht-was-hilft-bei-urtikaria-a-1112253.html#ref=rss

Schwere COPD: Dreierkombi überlegen

Es scheint eine kleine Gruppe von COPD-Patienten zu geben, die neben Bronchodilatatoren inhalative Kortikosteroide benötigen: Solche mit besonders häufigen Exazerbationen und hohen Eosinophilen-Zahlen. … lesen Sie weiter! Quelle: : http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/asthma/article/919206/schwere-copd-dreierkombi-ueberlegen.html

DAAB Anaphylaxie – Webinare im November

Information und Alltagshilfen zum Umgang mit schweren allergischen Reaktionen Allergien nehmen zu, insbesondere im Kindesalter. Häufigste Auslöser allergischer Reaktionen in dieser Altersgruppe sind Nahrungsmittelallergien. Auslöser wie Kuhmilch, Hühnerei, Erdnüsse, Fisch, Weizen oder Haselnüsse gehören nicht nur zu den häufigsten Verursachern,

Lungenemphysem: Erfolg mit Coils

Neue Studiendaten zeigen eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenem Lungenemphysem nach Behandlung mit endobronchialen Coils. … lesen Sie weiter! Quelle: : http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/asthma/article/919230/lungenemphysem-erfolg-coils.html