Unter den Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist die Histaminintoleranz noch relativ wenig bekannt. Die Symptome sind äußerst vielfältig, was die Diagnose zusätzlich erschwert. Nicht nur Magenbeschwerden, sondern auch Juckreiz, Ausschlag oder Herzrasen können Zeichen einer Unverträglichkeit gegenüber Histamin sein. Ist die Diagnose klar, so wird zu einer histaminarmen Ernährung geraten. Doch wie gehen Betroffene insgesamt mit ihrer Unverträglichkeit […]
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Gen-Variation: Menschliches Genom hat sich an Lepra-Erreger angepasst
Nur bestimmte Europäer waren für eine Infektion mit Mycobacterium leprae anfällig. Zu diesem Ergebnis kommen deutsche Forscher nach einer Knochenuntersuchung von Lepra-Kranken. … lesen Sie weiter! Quelle: : http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/963092/gen-variation-menschliches-genom-lepra-erreger-angepasst.html
EierCHECK
EierCHECK ist ein Schnelltest für die Eigenanwendung zuhause. Der Test dient der eigenständigen Vorabdiagnose bei Verdacht auf eine Ei-Allergie.EierCHECK bietet eine einfache, sichere und genaue Möglichkeit, einen erhöhten Allergie-Antikörper-Spiegel vom Typ Immunoglobulin E (IgE) gegen Ei im Blut zu messen.
Vor 50 Jahren: DDR Wunschkindpille
Im November 1965 wurde in der DDR die hormonelle Verhütungspille “Ovosiston” eingeführt. Damit war die DDR das erste Ostblockland, in dem die revolutionäre Verhütungsmethode zur Verfügung stand. Jedoch wurde die Pille zunächst viel zögerlicher angenommen als erwartet. Ab 1968 durften alle Frauenärzte Ovosiston verschreiben, somit hatten von da an nahezu alle Frauen in der DDR Zugang zu diesem Mittel. Ab 1972 war die Pille kostenfrei und durfte ab dem 16. Lebensjahr verordnet werden.
Anders als zuvor im Westen musste die Pille nicht erstritten werden, im Gegenteil, sie war erwünscht und wurde von der Staatsführung wie von Ärzten und Beratungsstellen propagiert. Und auch die Bezeichnung als Wunschkindpille war eine deutliche Abgrenzung gegenüber der im Westen geläufigen Anti-Baby-Pille. Schließlich verstand sich der sozialistische Staat als kinderfreundlich, wurden Geburten – möglichst zwei, drei Kinder pro Familie – gefördert. Andererseits sollten Frauen berufstätig sein. Die Pille sollte also Schwangerschaft nicht verhindern, sondern planbar machen, um Beruf und Mutterschaft miteinander zu vereinbaren. Sogar der Name “Ovosiston” (Eistopp) widerspiegelt diese Idee.
Am 17. November sendet der MDR eine TV-Dokumentation über die Wunschkindpille aus Jena. Die Autorin und Regisseurin Ute Gebhardt befragt Pharmazeuten, Ärzte und SexualaufklärerInnen, die Ovosiston & Co. auf den Weg brachten. Sie fragt Frauen und Männer nach dem persönlichen Umgang mit dem staatlichen Angebot und stellt die ethischen Fragen zur Familienplanung und zur Verantwortung für das ungeborene Leben.
Link: Zur MDR-Programmseite
Weitere Links: Zeitzeugnisse
Deutsches Rundfunkarchiv
Die Zeit vom 28. Januar 1972
Internationale Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie
Buch: Annette Leo, Christian König: Die “Wunschkindpille”