Können Sie sich vorstellen mit einem schwermehrfach behinderten Menschen zusammen zu leben? Nein? Ja? Sie leben mit einem Menschen mit Handicap zusammen — für so manchen scheint diese Vorstellung nicht ins Weltbild zu passen. Behinderte Menschen gehören in eine Betreuungseinrichtung oder Station. Zumindest kamen wir schnell in Verdacht, dass wir “nur” Betreuer sind bei einer Passantin. Wie das geht? Ganz einfach: Sie setzen sich vor Ihrem Haus und beschäftigen sich gezielt mit ihrem chronisch kranken Kind, der dementen Mutter oder dem schwer behinderten Ehepartner. Sie werden angeschaut, sie werden angefragt, ob diese auch einer der Betreuungseinrichtungen (für Solche) ist. Sie glauben es nicht? Müssen Sie auch nicht, es passiert ganz einfach so und Sie können es nicht verhindern. Letztendlich ist es sogar die “richtige” Sicht, denn die Begleitung und Pflege eines schwer kranken Kindes oder eines Menschen mit Alzheimer ist ein harter Job. Sie spüren es schnell, wenn zu wenig Schlaf ihre Nerven aufreibt oder der Rücken schmerzt. Beruflich tätige Pflegekräfte machen nach ihrem Dienst Pause, können sich erholen. Ihnen als Pflegeperson — für Sie gibt es nur Mikropausen. Also warum nicht gleich ein Betreuungszentrum gründen — es ist ein ordentlicher und schwerer Job, der seinen Rahmen, Namen braucht. An der Entlohnung Ihres “Ehrenamtes” muss leider noch gearbeitet werden.
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Junior. Erinnerungen werden wach.
Mittlerweile bin ich ja Stammgast in der Apotheke. Bevor ich behandelt wurde wegen meiner Depression. Als ich Kind war, gab der Herr Apotheker mir immer ein kleines Heftchen mit, welches Junior hieß und besser war als das Ding für Erwachsene, die Apotheken-Umschau. Ich habe immer gern die Junior gelesen, auch wenn ich selten in die Apotheke kam. Manchmal brachten mir andere eines mit. Da war sogar mal ein Artikel über den Film ALIEN drin, der heute einer meiner Lieblingsfilme ist. Damals, etwa mit neune, fand ich ihn interessant.
Später verschwand das aus meinem Gedächnis.
Gestern war ich, wie jeden Monat, Pillen kaufen. Erschreckend, wenn ich feststellen muß, daß ich zweihundert Tabletten und Kapseln pro Monat aufesse. Da lag es auf dem Tresen. Und ich durfte sogar eines mitnehmen, trotzdem ich erwachsen bin. Vielleicht wegen der kindlichen Freude in meinen Augen.
tags: junior junior-heft apotheke apothekenumschau zeitschrift kind kindheitserinnerung kindheit nostalgie
Europäisches Verzeichnis von Gesundheit Apps
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