Der Dienstarztblog startet eine neue Rubrik, Skills der Allgemeinmedizin. Heute: Empathie
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Romeo und Julia: Die tragische Geschichte hinter ICD10-GM-2015: I46.0
Julia liebt Romeo, der aus Verona verbannt wurde. Ihre Eltern wollen jedoch, dass sie den Grafen Paris heiratet. Verzweifelt bittet sie den Franziskanermönch Lorenzo um Rat, finde er keinen, droht sie sich zu töten und zieht ein Messer. Lorenzo schlägt ihr daraufhin einen Plan vor:
Fremdhypochondrische Erzieherinnen (Ein Gastbeitrag)
“Vor einiger Zeit klagte ich bei Twitter mein Leid über die hysterischen Erzieherinnen meines Kindes, die wegen nichts bewirkten, dass der Mann und ich innerhalb einer Woche zwei Mal mit einem quasi gesunden Kind beim Arzt waren und auch sonst mein Kind (und scheinbar auch die anderen) krank reden wollen. Vorweg geschickt sei aber noch, […]
Psychopharmaka, Nikotin und Koffein
Wenn Sie regelmäßig Psychopharmaka einnehmen, sollten Sie bedenken, dass Rauchen die Wirkung der Medikamente beeinflusst [1] [2] [3]. Nikotin kann (zusammen mit den giftigen Inhaltsstoffen des Zigarettenrauchs) die Wirkung von beispielsweise Haloperidol, Clozapin, Olanzapin, Fluphenazin, Duloxetin und Agomelatin abschwächen, weil die Leber die Medikamente schneller abbaut. Die Wirkung von beispielsweise Aripiprazol, Quetiapin, Risperidon und Ziprasidon kann aber auch verstärkt werden; muss man im Einzelfall abschätzen.
- Faustregel 1: Wer viel raucht, braucht eine höhere Dosis Psychopharmaka.
- Faustregel 2: Wenn Sie plötzlich mit dem Rauchen aufhören (Erkältung), können Sie ebenso plötzlich Nebenwirkungen kriegen, weil der Plasmaspiegel der Psychopharmaka ansteigt. Fragen Sie also Ihren Arzt oder Apotheker nach der richtigen Dosis.
Hinweis: Auch Gemüse wie Broccoli (Cytochrom-Enzymhemmung) oder Obst wie Grapefruit (Enzyminduktion) können die Wirkung der Psychopharmaka schwächen.
Beim Koffein ist die Situation ähnlich unübersichtlich. Es kann die Wirkung von beispielsweise Amitriptylin, Agomelatin, Clomipramin, Clozapin, Duloxetin, Haloperidol, Mirtazapin und Olanzapin verstärken[4]. Durch den stimulierenden Effekt von Koffein kann die beruhigende Wirkung einiger Medikamente aber auch abgeschwächt werden, und bei gleichzeitigem Genuss von Kaffee und Psychopharmaka nimmt der Körper die Medikamente nicht vollständig auf. Bei Panikattacken und Angsterkrankungen sollten Sie Koffein soweiso meiden: es kann nämlich Panikattacken auslösen.