Der Mensch (und seine Kultur und Technik) sind Teil des Erdsystems, kein Gegensatz. Also müssen wir uns in dieses Gesamtsystem integrieren, so dass es nicht beschädigt wird und auch zukünftige Generationen vergleichbare Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten haben. Dies ist, auf den Punkt gebracht, die ethische Relevanz eines anthropozänen Blicks auf unsere heutige Welt. Papst Franziskus hat seine Umweltenzyklika Laudato Si’ genau in diesem Sinne verfasst – er ist also erfreulicherweise ebenfalls ein “Anthropozäniker”. Der Tagesspiegel schrieb etwa: “Mit seinem Lehrschreiben definiert… weiter
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Beim medizinisch-sinnvollen Surfen in den Wellen des Netzes fand ich tolle Flash-Games auf Nobelprize.org. Hier kann man unter anderem Bluttransfusionen verabreichen, einen zuckerkranken Hund versorgen oder weisse Blutzellen herumkommandieren. Super! Nun war es für mich natürlich immer schon mal ein Traum ein eigenes Game zu entwickeln. Doch leider reichen meine Programmierkenntnisse über einfaches C64-Basic-Bedienen nicht […]
Artikel von: Monsterdoc
Top Ten: Für was Ärztinnen gehalten werden…
1) Schwester (Klar, ganz weit vorne. Vor allem ältere Semester haben die Assoziation Mann = Arzt, Frau = Schwester, da nützt oft auch vorstellen nichts.)2) Laborassistentin (Wieder ein Assoziationsproblem: Frau im Kasack = Schwester, Frau im weißen …
Gibt es “primitive Völker”? Evolutionismus vs. Evolutionäres Denken
Diesen Blogpost schreibe ich gerade aus Jena, wo ein religionswissenschaftlicher Seminartag zu “Religion und Recht. Woher kommen Menschenrechte?” zu Ende geht. Wieder mal begeistert mich das lebendige Interesse, aber auch die Vielfalt der Studierenden hier – vom Studenten der evangelischen Theologie mit Faszination für den Marxismus über die Studentin, die Biologie und Pädagogik kombinert bis zur angehenden Ethik-Lehrerin aus atheistisch-religionskritischem Hause u.v.m. Da sprühen Funken! Ich versuche den Studierenden sowohl Inhalte zu bieten wie auch Raum für Diskussionen und ihre eigenen Ansätze und Fragen zu geben – mit dem Ergebnis, dass abends dann oft alle (einschließlich dem Dozenten) k.o. sind. Ein Thema, das immer wieder – und auch in diesem Seminar – aufkam, war die Frage nach der Einschätzung “naturnaher Völker”. Dabei begegne ich auch unter den Studierenden immer wieder zwei klassischen Positionen, die sich schon im 19. Jahrhundert heraus bildeten und bis heute die Wahrnehmung von Evolutionsprozessen (vorbewusst) prägen. “Im Spiegel der Anderen” von Johanna Forster, Wulf Schiefenhövel & Christa Sütterlin. Vielleicht eine der wichtigsten Fragen menschlichen Selbstverständnisses. Ein brillanter Ausstellungskatalog, Ingolstadt 2012 (Kurator: Hans Zach)