Gerade weil die Informatik-Laureaten beim HLF in der klaren Mehrheit sind, war es interessant zu sehen, welche große Rolle die reine Mathematik in den bisherigen HLF-Vorträgen gespielt hat – über die zum Teil sehr tiefreichenden Verbindungen der beiden Fächer. Der Vortrag von Tony Hoare am Dienstag ist dabei sicherlich am weitesten in die Vergangenheit vorgestoßen. Hoare hat die Vorläufer der Informatik bis zurück zur Logik des Aristoteles verfolgt. Der damalige Schlüsselschritt: Die Trennung zwischen der Form des Beweises und dem… weiter
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QM erhöht die Patientensicherheit – oder doch nicht?
Qualitätsmanagement (QM) in ärztlichen Praxen stärkt die Sicherheit der Patienten. Das hat die Studie „Qualitätsmanagement und Patientensicherheit in der ärztlichen Praxis 2010“ der Stiftung Gesundheit ergeben.
bücherwidmung
jetzt haben die hebammen endlich jenes buch geschrieben, welches sie schon immer uns kinderärzten hinters ohr schreiben wollten: mit einer anleitung, wie man bis zur u3 die eltern grundsätzlich duzen-derweise einseitig indoktrinieren kann, homöopathisch ankicken, osteopathisch beeinflussen und davon überzeugen kann, dass die einzige autorität in sachen kindesbetreuung die hebammenzunft ist. boah, bin ich heute […]
Nachts im Krankenhaus – warum Patienten nachts nicht schlafen können (Teil 4)
Und dann war ich also Patient in diesem Krankenhaus und ein übereifriger Arzt beschloss mich auf die Intensivstation zu verlegen.
Auf der Intensivstation ist es eigentlich unmöglich zu schlafen. Jeder Patient hat einen Monitor, der sofort laut piepsend Alarm schlägt, sollte man auch nur für den Bruchteil einer Sekunde eine Herzfrequenz, einen Blutdruck oder ein was auch immer außerhalb des Normbereichs haben. Natürlich ging der Alarm nicht von alleine aus. Auch nicht wenn sich die Herzfrequenz, der Blutdruck oder was auch immer normalisiert. Er musste von einer Schwester persönlich ausgeschaltet werden. Manche Schwestern nahmen es einem auch übel, sollte man den Alarm genervt selbst ausgeschaltet haben. So ein Überwachungsmonitor durfte ja bitte wohl nur von fachkundigem Personal persönlich bedient werden! Aufgrund des genialen Systems der offenen Türen, konnte man auf jeden Fall immer irgendjemandes Alarmpiepsen hören.
Mindestens einer der anwesenden Patienten war in der Regel stockdement, in einem wahnhaften Delirzustand oder auch beides und brüllte die Nacht über Dinge wie: „ HALLO!! HALLOOO!!!“ „HIILFEEE“ „AHHHHH“ „SCHWEEEESTEEER“ „WOOO IST DIE TOILETTEEEEE“ Meistens schrie dann nach ein paar Stunden einer der anderen Patienten etwas in der Art zurück wie: „KLINGELN SIE DOCH DER SCHEISSSCHWESTER!!!“ oder auch „HALTEN SIE ENDLICH IHR BESCHISSENES MAUL!!!“ Aber das half auch nicht.
Gegen ein Uhr nachts kam dann ein neuer Patient ins Bett neben mir. Damit man das Bett auch fand, musste man natürlich das Licht anmachen.
„SCHWEEESTER! ICH MUSS AUF’S KLO!!“
In halbdelirantem Zustand starrte ich der Tochter des Neuzugangs auf den extra knappen, knallroten Rock und wunderte mich, wo die bitte so schnell hergekommen war.
„HIIIIIIIIILFEEEEE“
Auf jeden Fall machten sie das Licht dann wieder aus und vielleicht habe ich auch geschlafen. Aber dann schalteten sich plötzlich so gegen 3 Uhr nachts alle exklusiven Flachbildfernseher an, welche man für jeden Intensivpatienten über dem Bett zur Unterhaltung angeschraubt hatte. Hier konnte ich auf drei flackernden Bildschirmen gleichzeitig eine Dokumentation über Dinosaurier auf Discovery Channel verfolgen. Anschließend stellte ich jedoch befriedigt fest, dass ich mit meiner Fernbedienung alle drei Geräte auf einmal ausschalten konnte und diese Geschichte habe ich nicht mal geträumt.