Wir befinden uns mitten im hundertsten Jubiläum der Allgemeinen Relativitätstheorie: Am 4. November vor 100 Jahren hat Einstein in der Preussischen Akademie der Wissenschaft den ersten von vier Vorträgen gehalten, in denen er die Allgemeine Relativitätstheorie vorstellt: seine Theorie von Raum, Zeit und Gravitation, an der er zu jenem Zeitpunkt bereits 5 Jahre intensiv gearbeitet hatte. Quellen zu dieser spannenden Endphase von Einsteins Arbeit, dem November 1915, stammen zum einen aus Einsteins Veröffentlichungen, zu anderem aus seinem Briefwechsel mit dem… weiter
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Sie sind ja immer noch hier?!
So begrüßte mich der Ehemann einer Patientin auf dem Gang, heute abend, es war schon etliche Stunden dunkel und ich hatte eindeutig im hellen Tageslicht meinen Dienst begonnen.
Die Frage hat mich überrascht und direkt einige Gegenfragen provoziert, die ich mir stellen musste.
a) Kennen wir uns eigentlich?
Schnell den Mann (älter, machte einen gesunden Eindruck, mir freundlich gesonnen) und die Frau (älter, nicht ganz so gesund wirkend, an UAG) gescannt. Nicht direkt erkannt. Aber die kennen mich, so tun sie zumindest.
b) UAG, die Lösung?
Da bleiben zwei Möglichkeiten, chirurgisch oder orthopädisch, Freund oder Feind. Letztendlich am Gangbild nicht zu eruieren. Ich hoffe, ich habe sie nicht selber operiert. Nein, unwahrscheinlich, hatte in letzter Zeit keine derartigen OPs. Oder doch. Nein, kann nicht sein. Tippe auf Orthopädie.
c) Woher kennen die mich dann?
Mal Konsil gemacht, Blut abgenommen, in der Physio gesehen? Kennen die mich wirklich oder reagieren die nur auf den weißen Kittel?
Außerdem habe ich in dem Moment gerade Blut fürs Labor in der Hand gehabt, vielleicht verwechseln die mich, trotz Kittel?
Vielleicht auch Dauergast, kennen mich vom letzten Aufenthalt.
d) Und was heißt das “noch”?
Haben wir uns heute schon gesehen? Kann mich nicht erinnern. Wer weiß, wen ich in den langen Stunden heute schon gesehen habe. Vielleicht haben wir uns ja sogar schon gesprochen? Hmm, also vielleicht doch chirurgisch. Nein, irgendwie nicht in der Visite heute gesehen. Vielleicht die Dame, die nicht auf dem Zimmer war? Aber woher kennt sie mich dann?
Somit komme ich zurück zum Dauergast, aber dann müsste ich sie ja auch kennen.
e) Wieso bestätigen mir in den letzten zwei Wochen (immerhin post Urlaub) fast alle Patienten, ich würde zuviele Stunden und Tage arbeiten (“Sie haben aber auch nie frei, wa?”) und ich würde so schlecht aussehen?
Naja, wahrscheinlich, weil das der Wahrheit entspricht?! Zumindest meiner gefühlten Wahrheit. Wieso sehen sich die Patienten genötg, daß – unabhängig voneinander – zu betonen. Ist es so offensichtlich? Ich brauche Urlaub. Keine Frage. Zielte diese Eingangsfrage auch darauf?
Liegt es daran, daß ich die Patientin (oder war es ein Trick und der eigentliche Patient war der Mann) nicht richtig einordnen konnte?
f) Wieso mache ich mir eigentlich soviele Gedanken, wenn die beiden einfach nur nett und freundlich einen Angestellten des Krankenhauses grüßen, dem sie abends zum ersten Mal in ihrem Leben über den Weg laufen und dem sie noch eine – vermeintlich – netten Spruch sagen?
Wenn sie wüßten, was sie damit angestellt haben…
Doc Blog
Und ich denke doch, daß ich sie kenne…
Wahnsinnswoche 2017:38
In dieser Woche 144 Patientenkontakte und 13 Terminausfälle.
Die Vorstände der Kranken Kassen haben in den letzten Jahren pro Jahr etwa 3% mehr Jahresgehalt bekommen.
Die Angestellten der Kranken Kassen bekommen 2 bzw. 2,4% mehr, manche sogar 3%.
Medizinische Fachangestellte bekommen 2,5 Prozent mehr.
Die Kranken Kassen insgesamt horten derzeit knapp 24 Milliarden Euro.
In Deutschland haben wir eine Inflationsrate von 1,8 Prozent.
Der Orientierungswert für Ärzte steigt um 1,18 Prozent.
Radiofeature am Sonntag, den 08.10.2017 um 11.05 Uhr auf WDR 5: “Pharmafirmen versprachen psychische Krankheiten mit Medikamenten zu heilen – und sind gescheitert. Jetzt steigen sie aus der Forschung aus.” Hmm. Liest sich etwas tendenziös. Ob’s trotzdem hörenswert ist?
Bis vor kurzem hätte ich bei einer Marketingfirma noch positive Bewertungen für Ärztebewertungsportale einkaufen können. Jetzt kann ich nur noch für 139 Euro im Monat bei dem Portal selbst eine bevorzugte Platzierung auf der ersten Seite kaufen.
14. Deutscher Medizinrechtstag – Tag 2 im Live-Ticker
9.09 Uhr: Moderator Karl-Dieter Möller begrüßt alle Anwesenden zum zweiten Tag des Deutschen Medizinrechtstages. Er leitet zum Gewinner des Medizin-Management-Preises 2012 über – das Forensikon.
9.14 Uhr: Sogar etwas vor der Zeit beginnt Rechtsanwalt Dr. Oliver Pramann mit seinem Vortrag zum Thema: “Onlinedienste zum Kinderschutz am Beispiel des Forensikon”. Das Forensikon ist eine interdisziplinäre Kooperation aus Politik, Wirtschaft und Behörden. Die Online-Plattform soll niedergelassenen Ärzten Sicherheit für das weitere Vorgehen bei Verdachtesfällen von Kindesmissbrauchs geben. Unterstützung erhalten sie dabei von Rechtsmedizinern. Denn es geht nicht um Hilfe bei der Art der Behandlung, sondern im Mittelpunkt stehen die nächsten Schritte – beispielsweise Einschaltung der Polizei oder Meldung an das Jugendamt usw.
9.28 Uhr: “Es gibt kein Behandlungsverhältnis zwischen Patient und beratendem Rechtsmediziner”, so Dr. Pramann. Mithilfe von Telekonsultationen kann der behandelnde Arzt erstmals seine selbst gestellte Diagnose absichern.