In Wendelstein 7-X, dem Stellarator in Greifswald, brennt jetzt das erste Plasma. Ich hatte ja schon im Sommer ein bisschen zu diesem Plasmaexperiment geschrieben. In Wendelstein 7-X wird zunächst ein Helium-Plasma erzeugt, später wird dann auch mit Wasserstoff experimentiert. Fusion ist im Wendelstein jedoch nicht geplant. Dazu bräuchte es eine andere Betriebsgenehmigung. Vor allem aber ist Ziel des Experimentes, die Eigenschaften des Plasmas besser zu verstehen. Wie Fusion funktioniert ist bekannt. Fusion ist einfach:
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Verloren …
… als ob es aktuell noch nicht genug wäre für mich, nun auch noch das:
Resignation
Einer meiner aktivesten Mitstreiter im Kampf für den Erhalt eines hervorragenden Gesundheitswesens und vor allem der ambulanten, wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Fachärzte, wirft resigniert das Handtuch.
Point-of-no-return schein überschritten
Gestern erhielt ich seine Email. Er tritt aus einer Ärztevereinigung, die sich erst […]
FDA Warns of Risks With Liraglutide
liraglutide (Victoza). The agency issued the safety alert and directed drugmaker Novo Nordisk to send out a “Dear healthcare professional” letter after
wie sag ich´s meinem kinde
wie spricht man mit kindern über diesen amoklauf in winnenden? wie fängt man sie auf, wenn sie sich gedanken machen, wie erklärt man?
natürlich ist das sehr altersabhängig und relativ radikal würde ich empfehlen, kindergartenkinder damit nicht zu belasten. erschreckend aber, wie das auch in diesem alter schon thematisiert werden muss.
kinder holt man da ab, wo sie sind. wenn ein kind sich nicht für die thematik interessiert, sollte man ihm auch nicht diese information aufdrängen. ein kind hat nicht dieses informationsbedürfnis wie wir erwachsenen. umgekehrt: wenn ein schulkind etwas über winnenden mitbekommen hat – und das werden sicher heuer die meisten sein – sollte man mit dem kind auch darüber reden.
ziel aller gespräche ist die ruhe. vermeidet panische erklärungen oder aufbauschende sensationslüsternde umschreibungen.
1. aninmiert die kids, selbst zu reden – kinder teilen sich mit, wenn sie es brauchen. selber erzählen ist besser, als nur dem zu lauschen, was erwachsene erzählen.
2. gebt euren kindern schutz. floskeln wie "alles ist gut" oder "wir passen auf dich auf" sind besser als das ewige "du brauchst keine angst zu haben" – davon bleibt nur das wort angst übrig.
3. haltet die erklärungen kurz. details wie kopfschüsse oder die menge an munition oder die genaue psyche des täters sind für ein kind nicht von belang und multiplizieren nur die sorgen. "der junge war krank" oder "es sind viele menschen gestorben" reichen aus.
4. relativiert die tat. so schlimm sie sind, so selten kommen amokläufe in unseren breiten vor. das darf man vermitteln. aber: trotzdem davon sprechen. totschweigen oder ablenken bringt nichts.
5. man darf die eigene machtlosigkeit eingestehen. man suche nicht krampfhaft nach worten oder erklärungen. manche dinge passieren, ohne dass man sie erklären kann. auch das darf man sagen. und man darf seinen kindern zeigen, dass man selbst schockiert ist und trauert.
6. brauchen die kinder die fernsehbilder? ich denke nein. im radio wird schon genug berichtet, das bekommen die kinder ausreichend mit. vielleicht kann man kindern bilder in der zeitung zeigen, das sollte reichen. wer unbedingt will – es gibt eine gute "logo!" – sendung zu winnenden.
7. irgendwann darf auch wieder alltag sein. ein kind muss keine pietät zeigen, muss auch nicht über tage trauern. banal: das leben geht weiter.